Interkulturelle Begegnungsmaßnahme und Konzertreise nach
Murmansk, 15.-24. Oktober 2000

Freitag, 20. Oktober 2000

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Reiseberichte

Sonntag,
15.10.2000


Montag,
16.10.2000


Dienstag,
17.10.2000


Mittwoch,
18.10.2000


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19.10.2000


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20.10.2000


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21.10.2000


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23.10.2000


Dienstag,
24.10.2000



Bilder

Reiseberichte
in Russisch

(Cyrillic
Windows 1251)

Am Freitag, dem 20.10.2000 besuchten wir Kunstmuseum und -galerie. Im Museum waren vier Ausstellungen für vier Rubel (weniger als 4 Mark) zu besichtigen.

In der ersten Ausstellung sahen wir Bilder von verschiedenen russischen Künstlern des 20. Jahrhunderts, u.a. Ölgemälde, Kupferstiche, Aquarelle und Lithographien mit Motiven aus der Region. Motive waren Boote, Hafenanlagen, Murmansk, Menschen und Landschaften mit Bergen, Seen und Meer. Besonders erstaunt waren wir jedoch, auf dem Gemälde eines Moskauer Künstlers den Halleschen Marktplatz mit Kirche, Rotem Turm, Markschlösschen und Händel-Denkmal zu erkennen. Natascha erzählte, dass der Maler viel reist und es nicht unwahrscheinlich ist, dass er in Halle war.

Die zweite Ausstellung war eine Verkaufsausstellung mit Landschaftsaquarellen. Wider erwarten stand in diesem Raum ein feuerroter Blüthner-Flügel. Der einzige deutsche Flügel, der uns auf dieser Reise aufgefallen ist. Er wird dort zu Ausstellungseröffnungen gespielt.

Im nächsten Raum waren Baupläne und Modelle, die verschiedene Architekten für die Stadt Murmansk entworfen hatten, ausgestellt alla "Unsere Stadt soll schöner werden".

Als letztes erwarteten uns im oberen Geschoss die Landschafts-Ölgemälde eines Murmansker Zeitgenossen in einer Sonderausstellung.

Der Besuch der Kunstgalerie gestaltete sich sehr kurz. Es waren gerade keine Bilder zu sehen, da erst am Samstag eine neue Ausstellung eröffnet werden sollte. Die freie Zeit nutzten die meisten für Einkäufe und Spaziergänge.

Wir trafen uns zum Mittagessen wie immer in der Mensa der Pädagogischen Hochschule und es kochte unsre freundliche Lieblingsköchin. Offensichtlich hatte diese den großen Sebastian besonders ins Herz geschlossen, da sie ihn liebevoll "Lapotschka" (Pfötchen) nannte.

FolkloregruppeNach dem Essen hatte wir es mal wieder eilig und unser "Lapotschka" verließ wider seine Gewohnheit als erster den Mittagstisch. Mit dem Trolley-Bus Nummer 3, in den wir uns mühevoll hineingequetscht hatten, ging es zum Kunstzentrum Laplandija, wo wir bereits von einem Kameramann des Murmansker Fernsehens erwartet wurden. Dieser begleitete uns in den Raum der Theatergruppe (Mark und Lapotschka setzten sich sehr dekorative Masken auf), zur Choreographiegruppe (Vorliebe unserer Männer), zur Folkloregruppe (die sich für mitteleuropäische Verhältnisse recht laut und tief einsangen), zum Handarbeitskurs (Häkelgruppe), in den Bandraum (Jugendliche spielten Eigenkompositionen) und in die Business-Klasse (Stundenthema: Finanzbudget einer Familie).

Anschließend wurde uns im Konzertsaal ein Programm mit Ballett und Folkloregruppe geboten und wir verabschiedeten uns mit dem Lied "Tanz mir nicht mit meiner Jungfer Käthen".

Auch im Ozeanarium wurden wir schon erwartet und als Chor extra begrüßt. Wir sahen eine Show mit dressierten Robben. Etwas erstaunt waren wir über die Kleinheit des Beckens, in dem die Robben wahrscheinlich ihr gesamtes Leben verbringen und über die unsaubere erscheinende Farbe des Wassers.

in einer FamilieDen Abend verbrachten wir in 5er Gruppen plus Übersetzer bei den Mitgliedern von Neschdali zu Hause. Wir haben Einblicke in Lebensstandard und Lebensweise der Murmansker bekommen. Wir wurden bewirtet, haben Fotos angesehen, gesungen und uns unterhalten.

Im Gespräch mit einer Sängerin von Neschdali stellte sich heraus, dass viele von diesem Ensemble keine Noten lesen können, ihre Leiterin aber in den Proben ein Solmisations-system verwendet.

Jana Rutte

 
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