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Reiseberichte
in Russisch
(Cyrillic
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Die Stadtrundfahrt
Zur Stadtrundfahrt ist anzumerken, dass diese trotz des angekündigten
Umfangs von einer Stunde wesentlich kürzer geriet. So war es natürlich
nicht möglich, die große Stadt Murmansk auch nur annähernd
zu erfahren. Trotz der Kürze der Zeit konnte man dennoch einige
Eindrücke sammeln.
Die Stadt erinnert in vielem an typische Städte der neuen Bundesländer,
die zu sozialistischen Zeiten geplant und errichtet wurden. Die dadurch
überwiegend vorhandenen Plattenbauten mögen zwar äußerst
zweckmäßig und kostengünstig sein, entsprechen jedoch
nicht mehr unseren heutigen ästhetischen Vorstellungen. Darüber
hinaus ist zu verzeichnen, dass die Häuser zum großen Teil
einer umfassenden Sanierung bedürfen. Die Straßen und Wege
desgleichen.
Beeindruckend
war der Besuch bei "Aljoscha", einem monumentalen Denkmal
eines bewaffneten Soldaten, dessen Blick in die Ferne der Kola-Bucht
schweift. Generell war zu verzeichnen, dass die Erinnerung an den 2.
Weltkrieg hier an vielen Orten gegenwärtig ist.
Besuch der 42. Allgemeinbildungsschule
Zeitlich wie fast immer etwas außerhalb des Planes, besuchten
wir um 15:30 Uhr, nach einer Fahrt mit dem Trolleybus, die 42. Schule.
Entgegen ihrem Namen, der die Schule als allgemeinbildend ausweist,
stellte sich im sogenannten Ästhetikzentrum heraus, dass offensichtlich
der Schwerpunkt auf der künstlerischen Ausbildung liegt.
Wir
wurden zu einem bunten Programm, gestaltet von den Schülern und
Lehrern der Schule, eingeladen, welches uns erstaunte. Die Darbietungen
ließen auf eine solide Ausbildung schließen. Wir konnten
Vorführungen der Tanzgruppe, des Blasorchesters, der Theatergruppe,
des Kinderchores und der Solisten aus den Bereichen Klavier, Akkordeon
und Querflöte genießen und waren von den Leistungen begeistert.
Als Dankeschön gaben wir einen kleinen Ausschnitt unseres Programmes
preis und wurden großzügig mit Applaus belohnt.
Generell hatten wir den Eindruck, dass die künstlerischen Ausbildungsmöglichkeiten
der Stadt Murmansk für Kinder und Jugendliche auch eine Flucht
aus der grauen Alltagswelt darstellen.
Kerstin
Baron
Michael Jarosch
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