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Reiseberichte
in Russisch
(Cyrillic
Windows 1251) |
Wo bitte geht's hier nach
Murmansk?
Unser diesjähriges
Chorhighlight sollte unsere erste gemeinsame Reise nach Russland werden.
Unser erster Reisetag gestaltete sich sehr lang und teilweise schon
abenteuerlich. Noch mitten in der Nacht ging für die meisten von
uns die Reise los, um pünktlich 8.30 Uhr am Flughafen Schönefeld
vorm Mövenpick zu erscheinen. Aber wieso denn eigentlich ruhig,
wenn's auch anders geht. Simon zu spät, das Wetter ziemlich bescheiden
und die Laune aller Beteiligten mäßig, hauptsächlich
bedingt durch den fehlenden Schlaf.
Nachdem
sich der Flug nach Moskau jedoch als sehr angenehm, ich spreche hier
vielleicht lieber nur für mich, herausgestellt hatte, macht sich
eine erste Entspannung breit - der Sonnenaufgang über den Wolken
war aber auch zu schön. Spätestens in Moskau hatten uns Nebel
und Regen jedoch wieder eingeholt. In dieser Situation war der reibungslose
Transfer zum nächsten Terminal, welcher freundlicherweise durch
das russische Außenministerium organisiert wurde, eine willkommene
Erleichterung. Dort angekommen war meine erste Lektion in russischer
Lebensweise, dass sich nicht nur Frischfleisch in Plastik verpackt länger
halten sollte, sondern das gleiche auch von Koffern erwartet wurde.
Nach
mehreren Stunden Wartezeit, noch längeren Schlangen an der Abfertigung
und unheimlich viel Ellenbogeneinsatz gegenüber drängelnden
russischen Mitreisenden, konnten wir dann endlich unseren zweiten Flug
antreten. Ein wundervoller Sonnenuntergang und der dazu passende Sternenhimmel
entschädigte aber für alle Strapazen und verkürzte die
Reisezeit erheblich. Noch einmal abenteuerlich wurde dann die Ankunft
in Murmansk. Einmal unterm Flugzeug durch und dann quer übers Rollfeld,
das gibt's nicht überall. So etwas kann man noch seinen Enkeln
erzählen.
Nach einem herzlichen Willkommen durch einige russische Deutschstudenten,
welche für die Bewältigung des russischen
Lebensalltags unersetzlich werden sollten, konnten wir die Ankunft im
Hotel kaum erwarten. Doch bevor ich mein müdes Haupt entsprechend
betten konnte, ereilte mich wohl der erste Kulturschock meines Lebens.
Auf den Anblick des Zimmers, besonders der Sanitäranlagen, und
die entsprechenden Duftnoten, war ich einfach nicht vorbereitet gewesen.
Im ersten Moment war mir wirklich nach Heimreise zumute. Allerdings
kann man sich an vieles gewöhnen und zwei Tage später war
es einfach normal.
Beatrice
Gorski
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