Interkulturelle Begegnungsmaßnahme und Konzertreise nach
Murmansk, 15.-24. Oktober 2000

Sonntag, 15. Oktober 2000

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in Russisch

(Cyrillic
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Wo bitte geht's hier nach Murmansk?

Unser diesjähriges Chorhighlight sollte unsere erste gemeinsame Reise nach Russland werden.
Unser erster Reisetag gestaltete sich sehr lang und teilweise schon abenteuerlich. Noch mitten in der Nacht ging für die meisten von uns die Reise los, um pünktlich 8.30 Uhr am Flughafen Schönefeld vorm Mövenpick zu erscheinen. Aber wieso denn eigentlich ruhig, wenn's auch anders geht. Simon zu spät, das Wetter ziemlich bescheiden und die Laune aller Beteiligten mäßig, hauptsächlich bedingt durch den fehlenden Schlaf.

Murmansk bei TagNachdem sich der Flug nach Moskau jedoch als sehr angenehm, ich spreche hier vielleicht lieber nur für mich, herausgestellt hatte, macht sich eine erste Entspannung breit - der Sonnenaufgang über den Wolken war aber auch zu schön. Spätestens in Moskau hatten uns Nebel und Regen jedoch wieder eingeholt. In dieser Situation war der reibungslose Transfer zum nächsten Terminal, welcher freundlicherweise durch das russische Außenministerium organisiert wurde, eine willkommene Erleichterung. Dort angekommen war meine erste Lektion in russischer Lebensweise, dass sich nicht nur Frischfleisch in Plastik verpackt länger halten sollte, sondern das gleiche auch von Koffern erwartet wurde.

BadNach mehreren Stunden Wartezeit, noch längeren Schlangen an der Abfertigung und unheimlich viel Ellenbogeneinsatz gegenüber drängelnden russischen Mitreisenden, konnten wir dann endlich unseren zweiten Flug antreten. Ein wundervoller Sonnenuntergang und der dazu passende Sternenhimmel entschädigte aber für alle Strapazen und verkürzte die Reisezeit erheblich. Noch einmal abenteuerlich wurde dann die Ankunft in Murmansk. Einmal unterm Flugzeug durch und dann quer übers Rollfeld, das gibt's nicht überall. So etwas kann man noch seinen Enkeln erzählen.

Nach einem herzlichen Willkommen durch einige russische Deutschstudenten, welche für die Bewältigung des Duscherussischen Lebensalltags unersetzlich werden sollten, konnten wir die Ankunft im Hotel kaum erwarten. Doch bevor ich mein müdes Haupt entsprechend betten konnte, ereilte mich wohl der erste Kulturschock meines Lebens. Auf den Anblick des Zimmers, besonders der Sanitäranlagen, und die entsprechenden Duftnoten, war ich einfach nicht vorbereitet gewesen. Im ersten Moment war mir wirklich nach Heimreise zumute. Allerdings kann man sich an vieles gewöhnen und zwei Tage später war es einfach normal.

Beatrice Gorski

 
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